14.11.2017 Pennigbüttel Von: Eva Kairies
Tausende Besucher beim Samba Moonlight-Move

Braucht Pennigbüttel das? - Ja!

Es ist ein schöner Anblick, wenn sich aus dem abendlichen Novemberdunkel bunte Lichter zu einem Umzug von großen und kleinen Menschen materialisieren.

Angekündigt von Sambatrommeln, deren Rhythmus immer lauter wird, steht man als Zuschauer bald neben einem Strom gut gelaunter Menschen, die so einen ganzen Ort in gute Laune versetzt haben. Nach gut einer Stunde Fußmarsch unter Samba und Lichterketten erreicht der Zug den kleinen Festplatz am Vereinsheim des SV Komet Pennigbüttel, wo Crêpes-Bäcker, Würstchenbuden und Kettenkarussell auf dem Platz und Punsch im Vereinsheim auf alle warten. Auf einen Schlag ist der Platz gerammelt voll, das Karussell ist voll besetzt, in langen Schlangen warten die Leute auf wärmende Snacks und Getränke.

Auf dem Festwagen von Samba La Moor versucht sich Organisatorin Martina de Wolff Gehör zu verschaffen. Sie stellt die einzelnen Fußgruppen aus den Ortschaften vor und zieht sich dann mit der Jury zurück, denn für die schönsten Ideen der Fußgruppen und die schönsten Anwohnergärten sind Preise ausgelobt worden.

Der Samba-Moonlight-Move ist der Höhepunkt des Pennigbütteler Samba-Jahres. Viel Vorbereitung liegt in diesem Umzug, den Martina de Wolff zunächst für wenige Kinder und Erwachsene gegen viel Argwohn organisierte. „Braucht Pennigbüttel so einen Nachtumzug?", wurde sie gefragt. Die Antwort in ihrer ihr eigenen Art lautete knapp „Ja". Und sie behielt Recht. Dieser Umzug ist mittlerweile auch Ziel von überregionalem Besuch aus Bremen oder Delmenhorst, die durchaus noch privaten Bezug haben dürften. Dieses Jahr besuchte erstmals ein Reporterteam von Radio Bremens TV-Magazin „buten un binnen" den Samba-Moonlight-Move. Und nach all den Jahren hat sich de Wolffs emotionale Verfassung beim Erreichen des Festplatzes all der Teilnehmer nicht geändert: „Da muss ich bestimmt wieder heulen", sagte Martina de Wolff im Vorfeld. Ob es so war, ließ sich auf die Distanz und dank ihrer Panda-Maske nicht ausmachen, doch lassen muss man es ihr und Pennigbüttel: Der November-Samba in Pennigbüttel bewegt sie alle.